Arbeitseinsatz am 23.09.2017 in Langenleuba-Niederhain

Der Aufruf zum Arbeitseinsatz im letzten Infobrief war so erfolgreich, dass wir am 16.09.2017 den losen Putz an "unserem" Trafohaus in Langenleuba-Niederhain abstemmen konnten. Am 23.09.2017 soll es um 9:00 Uhr weitergehen. Wir wollen, wenn alles nach Plan verläuft, Maueröffnungen für den Einbau von Kästen herstellen. Insofern ist wieder Stemmzeug (incl. Handschuhe und Schutzbrille) gefragt. Wenn genügend Leute kommen, ist auch im "Innenausbau" einiges möglich, müsste aber vorbereitet werden.

 

Daher bitte ich diesmal um Rückmeldung bis Donnerstag unter: altenburg@nabu-thueringen.de


Hinweise zum Standort finden sich in der Anlage. Wer lieber nach Koordinaten navigiert:  50°57'40.06"N und  12°35'27.85"E.

 

Anfahrtsskizze: hier klicken>>


Einbau zweier Schleiereulennistkästen

Januar 2017

Foto: Thomas Heuduck

Früher gehörte die prächtige Schleiereule zum üblichen Bild von Dorf und Kleinstadt. Leider gehen die Bestandszahlen langsam aber stetig zurück.

Immer mehr freie Flächen an den Stadt- und Dorfrändern werden durch Straßen und Neubauten versiegelt, Nistmöglichkeiten an Gebäuden verschlossen und Kirchtürme bei Renovierungsarbeiten völlig abgedichtet.

 

Schon seit geraumer Zeit brüten Schleiereulen im Dachkasten der Känguruschule in Ehrenberg. Trotz der nicht so idealen Voraussetzungen gab es einige erfolgreiche Bruten.

Um dem Rückgang von Schleiereulen entgegen zu wirken und den Eulen  bessere Bedingungen zu bieten, wurden zwei Nistkästen auf dem Dachboden der Känguruschule in Ehrenberg angebracht.

 

Anfang Januar 2017 bauten die Vereinsmitglieder vom Nabu Altenburger Land e.V., Thomas Fanghänel und Thomas Heuduck, sehr zur Freude der Kinder und Lehrer, diese beiden Nistkästen auf dem Dachboden des Schulgebäudes ein. Dabei wurde ein Nistkasten wurde so konzipiert, dass außer der Schleiereule auch noch ein Turmfalkenpärchen brüten kann.

 

Hoffen wir, dass die Nistkästen bald von den Tieren angenommen werden.

 

 

Thomas Heuduck

 

 


Großstöbnitz - Neue Weidefläche für unsere Karpatenbüffel

November 2016

Foto: Thomas Heuduck

Am Samstag, den 26.11.2016, siedelten die vier ersten Karpatenbüffel (Jungbullen), welche im Sommer 2015 in der Herde in Remsa geboren wurden, auf die zehn Hektar große neue Weidefläche in Großstöbnitz um. Karpatenbüffel sind kleiner und robuster als der mediterrane Typ.

Am Mittwoch folgten dann noch weitere fünf Tiere, 2 Kühe mit ihren Kälbern. Die gesamte Weide-fläche im Gebiet von Großstöbnitz umfasst 10 Hektar und ist in zwei Flächen unterteilt, so dass eine getrennte Haltung der Tiere möglich ist.

 

Das Weidegebiet Großstöbnitz befindet sich im Überschwemmungsgebiet der Sprotte. Die Wasser- büffel finden hier perfekte Lebensbedienungen vor. Sie brauchen Wasser und Sumpf. Die ehemaligen Gräben und Tümpelketten, die es einst auf dieser Fläche gab, sollen im Frühjahr wieder reaktiviert werden. Hier können die Tiere baden und sich suhlen. Dies ist wichtig für die Tiere, da sie nur wenige Schweißdrüsen besitzen und somit ihren Wärmehaushalt regulieren. Wasser und Schlamm dienen auch als Insektenschutz.

Außerdem kann sich bei Hochwasser die Sprotte, ungehindert und ohne Schäden anzurichten, auf der Fläche ausbreiten. Den Tieren schadet das Hochwasser nicht, denn auf dem höher gelegenen Teil der Weide, da wo die Nabu-Mitglieder einen Unterstand für die Tiere gebaut haben, wird das Wasser nie so hoch stehen, dass die Büffel gefährdet würden.

 

Eine wichtige Funktion der Beweidung durch Wasserbüffel ist, dass die Tiere die Grünfläche vor dem Wildwuchs von Büschen und Bäumen freihalten und somit die Artenvielfalt einer Weide sichern.

Zu Recht nennen wir die Wasserbüffel deshalb „ unsere Landschaftspfleger“!

 

Thomas Heuduck


Obstbaumschnitt

März 2016

Am 19.03.2016 trafen sich bereits zum zweiten Mal einige NABU- Mitglieder und -Freunde im Haselbacher Teichgebiet, um die Regeln für den Obstbaumschnitt zu lernen und anzuwenden. Unter fachkundiger Anleitung des Burggärtners der Burg Gandstein wurden die meisten Bäume auf den Streuobstwiesen verschnitten.
Warum schneiden wir überhaupt?
Hochstämmige Obstbäume sind langlebige Gehölze, die bei guter Pflege ein Lebensalter von fünfzig bis einhundert Jahren erreichen. Im Vordergrund steht für uns nicht der Fruchtertrag, sondern der Aufbau des Kronengerüsts. Durch den Schnitt wird die Wüchsigkeit der Obstbäume gefördert. Ohne Schnitt kann es dazu kommen, das sie verkümmern und vorzeitig "vergreisen".


Trashbusters und Zaunbau

April 2016

Der 16.04.2016 war ein ziemlich regnerischer Tag. Trotzdem haben etwa 10 Kinder und Jugendliche der NAJU und deren Freunde auf der Mittel- und der Hummelwiese ziemlich viel Müll gesammelt. Das meiste davon lag wohl schon ziemlich lange dort und ist durch die Beweidung mit den Karpatenbüffeln wieder ans Licht gekommen.
Es ist für uns immer wieder erstaunlich, wie viel Müll sich auf Wiesen, die eigentlich nie öffentlich zugänglich waren und auf denen wir in den letzten 12 Jahren schon häufiger ähnliche Aktionen durchgeführt haben, anfindet.
Parallel zum Trashbusterseinsatz haben ungefähr 15 NABU-Mitglieder und -Freunde etwa 300 m Zaun an der alten Streuobstwiese im Haselbacher Teichgebiet erneuert bzw. neu errichtet. Der alte Zaun hatte Pfähle aus Roteiche. Die meisten davon waren verrottet, einige bereits umgestürzt, bei anderen Stand es kurz bevor.
Der neue Zaun hat haltbarere Pfähle aus Robinie. Er schließt nun auch Teile der Wiese an den Hälterteichen mit ein. Der Zaun wird gebraucht, um die Flächen zu beweiden und so die Steuobstwiesenstruktur zu erhalten.


Kleiner Kauz in großer Not

März 2016

Fotos: Thomas Heuduck

 

 

Bereits am 06. Februar 2016 berichteten wir von einer unserer Aktionen und nun einen Monat später wurden weitere Steinkauzbrutröhren aufgehängt.

 

Auf einer kleinen Wiese in Tonhausen wiederum mit altem Baumbestand sind 2 weitere Brutröhren am 19. März 2016 befestigt worden.

Im Laufe des Jahres werden weitere Aktionen folgen, denn wie heißt es:

Zitat "Das Geheimnis des Erfolgs ist die Beständigkeit des Ziels." Benjamin Disraeli

 

 Der Steinkauz ist selten geworden. Der Wandel unserer Landschaft sowie die landwirtschaftlichen Strukturveränderungen bedrohen diese schöne Vogelart.

 Wie schon eingangs geschrieben „Kleiner Kauz in großer Not“ ist es nur durch unermüdliches Engagement durch uns Menschen möglich, die Brutplätze in Ordnung zu halten und vor allem neue Brutplätze zur Verfügung zu stellen.

 Ohne diese menschliche Fürsorge wird der Steinkauz bei uns aussterben, da es natürliche Brutplätze bei uns nicht mehr in ausreichendem Maße gibt. Auch die Bäume, auf denen wir die Niströhren anbringen, werden nicht ewig leben. Einige sind schon alt und morsch und haben ihre besten Tage hinter sich. Manche werden aus diesem Grunde entsorgt. Auch hier müssen wir Menschen für Nachschub sorgen. Dazu gehört z.B. Bäume für Steinkäuze rechtzeitig nach zu pflanzen, damit der Steinkauz auch in Zukunft bei uns eine Chance hat.

Auch das Zusammenarbeiten mit kooperative Landwirte ist besonders wichtig.

 

Wir sind froh über jeden, der sich daran beteiligt!

 

Wer eine Wiese mit Obstbaumbestand hat und sich in irgendeiner Weise an der Erhaltung des Steinkauzes beteiligen möchte, kann sich gern unter folgender Emailadresse:

 

heuduck.altenburg@gmx.de melden.

 

Thomas Heuduck

 

 

 

 


Klauenpflege bei unseren Wasserbüffeln

07.März 2016                                                                 Fotos: Thomas Heuduck      

 

Am 29. März 2010 fand die jährliche Klauenpflege bei einer Herde unserer Wasserbüffel statt. "Klauenpflege" bedeutet nichts anderes, als das Zurückschneiden der Klauen, die wie beim Menschen die Nägel auch bei Wasserbüffeln wachsen. Tiere mit gut gepflegten Unterfüßen sind bewegungsfreudiger, fressen mehr, kauen besser wider,  sind fruchtbarer - kurzum, es trägt ihrem Wohlbefinden und ihrer Gesundheit bei.

 

Ziel dieser Pflegearbeit ist es: Minimierung von Klauenkrankheiten, die durch Fehlbelastung der Klauen entstehen können. Aber auch durch einen unsachgemäßen Schnitt werden Fehlbelastungen, provoziert. Dies wiederum kann dann zu Krankheiten am Bewegungsapparat führen.

 

 

 

 

 

Für eine fachgerechte Ausführung der Klauenpflege bei unseren Wasserbüffeln haben wir auf einen Fachmann zurückgegriffen. Lutz Thieme aus Frohnsdorf,  Fachagrarwirt für Klauenpflege, führte die Klauenpflege durch.

 

9:00 Uhr traf Herr Thieme mit seiner Ausrüstung auf unserer Weide in Remsa ein. Es dauerte nicht lange und der Klauenpflegestand war aufgebaut, dank der fleißigen Helfer unseres Kreisverbandes Nabu Altenburger Land.

 

Das Zusammentreiben der Herde ging auch noch recht gut. Was dann aber „etwas“ mehr Zeit, Mühe und gutes Zureden kostete, war unsere Wasserbüffel in den Klauenpflegestand  zu bekommen.

 

Vom Wesen her sind die Wasserbüffel ruhige Tiere, aber in ihrer Erregung sieht das dann etwas anders aus. Eine Kuh hat so zwischen 600-800 kg und ein Bulle 800-1000 kg Lebendmasse. Ein dirigieren durch schieben und dergleichen ist aussichtslos. Aber letztendlich wurde jedes Tier der „Maniküre“ unterzogen.

 

Fazit: Der Klauenpfleger Herr Thieme hat ganze Arbeit geleistet. Fachmännisch wurde die „Maniküre“ an den Füßen der Tiere durchgeführt, was auch unschwer auf den Bildern zu sehen ist.

 

Unsere Wasserbüffel fühlen sich wohl und sind nun wieder gut zu Fuß und wir die Helfer sind wohlauf, trotz aufregender Momente im Umgang mit den Tieren.

 

T.H.

 


Steinkauz

Kleiner Kauz in großer Not

 

 Samstag, den 06.02.2016 

 

 

Der Steinkauz braucht unsere Hilfe und bekam vier Bruthöhlen.

 

Eng verbunden sind wir dem kleinen Kauz kulturell. Seine Augen sind schwefelgelb und streng ausgeprägt. Bei Erregung wirkt er durch sein lebhaftes Rufen und charakteristisches Knicksen aber eher wie ein kleiner Kobold. Die kleine Eule ist selten geworden. Sie steht in vielen Bundesländern auf der roten Liste und ist vielerorts ausgestorben.

 

Bestandsrückgänge seit den 70er Jahren durch die Zerstörung ihres Lebensraumes drängen den interessanten Vogel immer mehr ins Abseits.

 

Der Steinkauz liebt offenes Gelände mit niedrigem Bewuchs, typischerweise extensiv genutzte Flächen wie z.B.  Streuobstwiesen. Ihre Brutplätze sind vorzugsweise hohle Kopfweiden und Höhlungen in alten Obstbäumen.

 

In unserer intensiv genutzten Landschaft sind derartige Lebensräume nur noch selten zu finden. Glücklicherweise gibt es im Altenburger Land noch schöne alte Streuobstwiesen. Diese sind vom Gesetz her als Biotop geschützt. Es bedarf aber großer Anstrengung und Einsatzbereitschaft sie auch als typisches Streuobstwiesenbiotop zu erhalten.

 

Die erschreckende Bestandsentwicklung hat vielerorts NABU-Gruppen zu ehrgeizigen Schutzprogrammen animiert. In unserer Kreisgruppe NABU- Altenburger Land und den NABU-Nachbarn aus Greiz werden von mehreren Mitgliedern in Zuchtvolieren Steinkäuze zum Zweck der Auswilderung nachgezüchtet.

 

Auch von großer Bedeutung ist es den Käuzen in den Obstbaumbeständen zusätzliche "Steinkauzröhren" als Brut- und Aufenthaltsort anzubieten.

 

Am Samstag, den 06.02.2016 wurden zu diesem Zwecke erst einmal

4 Steinkauzröhren  auf einer Streuobstwiese im Schmöllner Raum mit schönem, altem Baumbestand aufgehängt. Noch ist es Zeit, da die Balz- und Brutsaison gerade erst beginnt.

 

Weitere Absprachen mit Nutzern von anderen Streuobstwiesen laufen um in nächster Zeit noch weitere Brutmöglichkeiten für diese Saison zu schaffen.

 

 

PS: Der Sprachgebrauch ‚Steinkauz – Totenvogel‘  hat in folgender Begebenheiten der Vergangenheit seinen Ursprung:

 

In früheren Zeiten ohne elektrisches Licht wurde am Abend und in der Nacht auf den Dörfern Kerzenlicht wohl nur verwendet wo jemand krank oder im Sterben lag. An den erleuchteten Fenstern sammelten sich große Nachtfalter, die der Steinkauz jagte. Bestimmt erklang sein Ruf auch dort und wurde so mit dem Tod in Verbindung gebracht.

 

J.S.

 




Arbeitseinsatz am 21.11.2015 Streuobstwiese in Ronneburg

 

 

Wie in der Rundmail informiert, die die Mehrheit unserer Nabu-Mitglieder erhält, trafen sich die Naturfreunde an der Streuobstwiese in Ronneburg.

 

Die Streuobstwiese wird von Nico Kießhauers betreut und von seinen Schafen und Ziegen „gepflegt“. Die im Mai gepflanzten Hochstammobstbäume wurden mit stabilem Maschendraht eingehaust. Diese Maßnahme ist erforderlich, um den Verbiss durch die Ziegen und Schafe zu verhindern. Besonders die Ziegen sind sehr neugierig. Alles, was so ziemlich fressbar ist, wird angeknabbert. Selbst alte Obstbäume, deren Rinde schon stark verholzt ist, sind vor den Ziegen nicht sicher.

Immer wieder erstaunt es mich, mit welcher Geschicklichkeit die Ziegen selbst hohe Äste und Zweige erreichen und anknabbern. Die Rinde wird regelrecht abgeschält und auch ein schon betagter Baum leidet darunter.

 

Die Arbeiten gingen gut voran, so dass viele Bäume den notwendigen Schutz erhielten. Auf-grund der vielen Anwesenden konnten leider nicht alle Bäume mit Maschendraht eingehaust werden. Schade! Daher ist noch ein Arbeitseinsatz erforderlich.

 

Gegen 12:00 Uhr sorgte Nicos Frau für das leibliche Wohl. Es gab leckere Dinge zu essen und wie immer war es sehr liebevoll angerichtet. An dieser Stelle danke, nochmals danke dafür!

 

So gegen 14:00 Uhr beendeten wir unsere Arbeiten und konnten zufrieden auf das vollbrachte Werk schauen.

 

Thomas Heuduck


Arbeitseinsatz am 07.11.2015, 9:00 Uhr, Haselbacher Teiche




Pünktlich waren die Naturfreunde des NABU Altenburger Land am vereinbarten Ort.

Wie immer war der Einsatz gut vorbereitet und ausreichend Werkzeug sowie andere Gerätschaften vorhanden. Unser Vereinsvorsitzender Mike Jessat erläuterte kurz die anfallenden Arbeiten und  gut gelaunt ging es ans Werk.

Die Wegränder zum Aussichtsturm wurden vom dichten Bewuchs aus Gras, Schilf und niederem Gebüsch mittels Mähbalken, Freischneider und für das Geäst mit Astschere befreit. Somit kann man nun wieder bequem das Highlight an den Haselbacher Teichen, den Aussichtsturm, erreichen.

Die Brombeeren, die den Zaun um den kleinen Hälterteich, der sich am Fuße des Aussichtsturmes befindet, für sich in Besitz genommen hatten, wurden ebenfalls entfernt.

Um den Hälterteich selbst sind noch die vertrockneten Goldruten zu entfernen, so dass diese im Frühjahr durch Beweidung gar nicht erst wieder wachsen können. Leider sind wir dazu nicht mehr gekommen, da mit 8 Naturfreunden (etwas magere Beteiligung) das nicht mehr zu schaffen war. Ich denke und hoffe mit etwas mehr Naturfreunden bei den nächsten Einsätzen können die noch nicht erledigten Arbeiten abgeschlossen werden.

Ein Großteil des abgemähten Materials wurde in einem  offenen Container eingebracht. Ein kleinerer Teil, der auch noch als Futter verwendbar ist, wurde nach Unterzetzscha auf die Weide  unserer Karpatenbüffel gefahren.

Abschließend kann ich sagen, es wurde viel geschafft und das wunderbare Naturrefugium Haselbacher Teiche, ein wunderbares Fleckchen Erde, ist wieder etwas schöner geworden.

Dazu  fällt mir noch ein passender Spruch ein,

 

„Die einzige Welt, in der einer ganz er selbst sein kann, ist die Natur.“                                                         Boris Leonidowitsch Pasternak

 

Thomas Heuduck


Blutuntersuchung durch den Tierarzt und Umsetzung auf andere Weideflächen


Remsa, 05.06.2015


Gesundheitscheck unserer Wasserbüffel

Rasephas, 23.05.2015

Am Samstag, den 23.05.2015 war es wieder mal soweit. Unsere Wasserbüffelherde, bestehend aus 11 Tieren, Standort Wiesen Rasephas, wurden einem Gesundheitscheck durch den Tierarzt unterzogen. 

Eine provisorische Koppel, wie auf den Bildern zu sehen ist, wurde von uns aufgebaut, um die Tiere dann letztendlich in den Fangstand zu treiben.

Ein Teil der Tiere wurden danach verladen und auf andere Weideflächen, in unsren Schutzgebieten verteilt. 

Die Aktion verlief sehr gut. Ich kann nur sagen, unsere Wasserbüffel sind ruhige Tiere. 

 



Orchideenwanderung im Leutratal bei Jena


Mai 2015

 

Orchideen erleben, Landschaft genießen

 

 

 

 

Fotos: Jens Steinhäuser

Organisiert durch Mitglieder unseres NABU-Kreisverbandes gingen wir am 16.05.2015 auf Wanderschaft. 

Wir besuchten das Naturschutzgebiet Leutratal bei Jena.

Die Wanderung durch das Leutratal  war für uns Naturfreunde ein besonderes Erlebnis.

Im Frühling und Sommer blühen in den NSG wilde Orchideen (verschiedenes Knabenkraut, Waldvögelein, Frauenschuh) und seltene Pflanzen (Wiesensalbei, Esparsette und Diptam). Grundlage für die Vielfalt von Flora und Fauna bilden die Muschelkalkberge um Jena. 

Bereits im Jahr 1753 beschrieb der Botaniker Carl von Linné in seinem Standardwerk der Botanik "Species Plantarum" das Helm-Knabenkraut. Es wurde somit die Typusart der Orchideengewächse. 

Zur Keimung benötigen diese Art einen Wurzelpilz.

Der Diptam (Dictamnus albus) auch Brennender Busch genannt, ist ein Rautengewächs. 

Er gehört zu den schönsten einheimischen Wildpflanzen. 

Wegen des seltenen Vorkommens steht die Pflanze unter Naturschutz

Der Gelbe Frauenschuh (Cypripedium calceolus)wird einfach nur Frauenschuh genannt. Sie ist die schönste wildwachsende Orchideenart Europas. 

Der Frauenschuh gilt als gefährdet und ist deshalb streng geschützt.

Seit der Inbetriebnahme des Jagdbergtunnels gibt es nun auch keinerlei Verkehrslärm durch die ehemalige Autobahn A4. Diese verlief unmittelbar am Naturschutzgebiet Leutratal entlang.


Nicht zu vergessen sei auch die Naturschutzstation des NABU am Ausgangspunkt der Wanderung. Dort findet man ein reichhaltiges Angebot an Infomaterial vor. Auch eine Erfrischung kann da zu sich genommen werden. Um die ganzen Hintergründe zu den Pflanzen und den Gebiet zu erfahren ist es sehr zu empfehlen sich einer Führung anzuschließen. 


 

Festes Schuhwerk ist von Vorteil und bitte die Wege nicht verlassen.


 Sicher gehört da bei Schönheit der Pflanzen ziemlich viel Selbstdisziplin dazu, aber es würde dazu führen das diese empfindlichen Pflanzen nachhaltig geschädigt würden.




 

Streuobstwiesenprojekt in Ronneburg

 

 

Arbeitseinsätze in Ronneburg am 03.,04.,11.,25.04. und 02.05.2015

Für unser Streuobstwiesenprojekt in Ronneburg sind in diesem Frühjahr noch eine ganze Reihe von Bäumen zu pflanzen. Dazu finden

  • am 03.04.2015 ab 10:00 Uhr
  • am 04.04.2015 ab 09:00 Uhr 
  • am 11.04.2015 ab 09:00 Uhr und
  • am 02.05.2015 ab 09:00 Uhr

Arbeitseinsätze statt (Auch später Kommende sind Willkommen!).
Die Pflanzlöcher werden mit einem Minibagger vorbereitet. Zum Einpflanzen sich Spaten, Schaufel, eventuell Rechen erforderlich. Für das Einschlagen der Pfähle wären (wenn vorhanden) Treppenleiter und Vorschlaghammer sinnvoll. Da wir einiges an Werkzeug haben, haben auch alle, die ohne Arbeitsmittel kommen, genug zu tun.

 

 




Obstbaumschnitt auf der Haselbacher Streuobstwiese am 07.03.2015, 09:30 Uhr - Wer hat Interesse?




 
Im Haselbacher Teichgebiet hat unser Verein vor einigen Jahren eine Streuobstwiese angelegt. Die jungen hochstämmigen Obstbäume wurden damals von Fielmann (Altenburg) dank des Engagements von Jürgen Vogel gesponsert. Die meisten Bäumchen sind gut angewachsen und tragen seit ein paar Jahren sehr schmackhafte Pflaumen, Äpfel, Birnen oder Walnüsse. Einen fachmännischen Gehölzschnitt (außer dem Pflanzschnitt) haben die Bäumchen aber noch nicht bekommen – sie haben es dringend nötig.

Aber vielleicht geht es ja euch genau wie mir: mein Wissen über den Baumschnitt ist recht dürftig und ich handle in meinem Garten oft nach Gefühl oder nach zwei/drei mir bekannten Regeln. Deshalb das Angebot für alle, die dies ändern und gleichzeitig unserer Streuobstwiese etwas Gutes tun wollen - Am 7. März um 9.30 Uhr besteht für interessierte Nabu-Mitglieder die Möglichkeit, Grundregeln des Obstbaumschnittes kennenzulernen und anzuwenden. Dafür ist es mir gelungen, den Gärtner von der Burg Gnandstein, Jens Franke (Gnandstein), zu gewinnen.




Neuer Horststandort für Störche in Tegwitz




Arbeitseinsatz Nöbdenitz am 21.02.2015

Am 21.02.2015 geht es ab 9:00 Uhr in Nöbdenitz mit Entbuschungsarbeiten auf unserer Wiese weiter. Hier werden Astsägen und kräftige Astscheren, eventuell Kettensäge benötigt. Wer damit nichts zu tun haben will, ist für das Transportieren und Aufschichten der abgeschnittenen Trieb willkommen. Arbeitshandschuhe sind in jedem Fall nicht verkehrt. Da die Weise feucht, z.T. etwas sumpfig ist, sollte auf geeignete Schuhe geachtet werden.





Umgestalten des ehemaligen Trafohauses Wernsdorf zum Artenschutzturm


2014




Der NABU konnte vor einigen Jahren von der envia  ein nicht mehr für den Netzbetrieb benötigte Trafohaus im Starkenberger Ortsteil Wernsdorf auf einem etwa 50 m² großen Grundstück erwerben.

Ziel des Kaufs war es, das Gebäude und das Umfeld so umzugestalten, dass es Vögeln, Fledermäusen, Lurchen und Kriechtieren als Rückzugsraum sowie Ruhe- und Fortpflanzungsquartier dienen kann. Dabei dachten wir vor allem an Arten, die Höhlen, Hohlräume und Steinhaufen benötigen. Diese Bestandteile von Landschafts- und Siedlungsstrukturen stehen durch den Rückgang des Altbaumbestandes, die intensive Flächennutzung, den  Abbruch leerstehender Gebäude (insbesondere Teile von Bauernhöfen und landwirtschaftlichen Anlagen) sowie die Gebäudesanierung immer mehr zurück.

Im Jahr 2013 konnten wir mit der Planung der Arbeiten beginnen und mit der Stiftung Naturschutz Thüringen einen Förderer gewinnen.

Im Jahr 2014 wurden mit Fördermitteln der Stiftung Naturschutz Thüringen und vielen Arbeitsstunden von Vereinsmitglieder und andern Helfern sowie durch Nutzung von eignen Geldern des NABU Altenburger Land e.V. wesentliche Arbeiten durchgeführt.

 

Neben der Schaffung der Quartiere, die durch die Stiftung Naturschutz Thüringen gefördert wurde, war es dabei auch notwendig, viele Arbeiten zur Sicherung des Bestandes des Gebäudes durchzuführen.

 

Kot- und Gewöllefunde im Dachkasten und im Dachraum zeigen, dass das Dach bereits früher von verschiedenen Vogelarten und Fledermäusen als Quartier genutzt wurde.

 

Im unteren Bereich der Außenwände war der Putz lose, teilweise abgefallen. Der lose Putz wurde abgeschlagen und in der Struktur des Altputzes ergänzt.

 

Das Dach war, auch durch starke Hagelschäden aus dem Jahr 2013, beschädigt und musste neu eingedeckt werden. Dabei konnte nur etwa ein Viertel der alten Biberschwanzziegel wiederverwendet werden. Die Übrigen waren zu stark beschädigt. Für die Neueindeckung wurden Dachziegel aus einem Abbruchgebäude genutzt.

 

Der alte Dachkasten musste ersetzt werden.

 

Aus gestalterischen Gründen und weil damit sehr viele Einflugöffnungen und Quartiermöglichkeiten geschaffen werden konnten, erhielt der obere Gebäudeteil eine Schalung aus Holz mit Abstand zur Wand. Für die Schalung wurden an den verschiedenen Gebäudeseiten unterschiedliche Ausführungsvarianten genutzt.



Die Quartierangebote sind hier (Link auf Tafel) beschrieben

 

Alle Quartiere, die wir für Wildtiere schaffen, sind Angebote. Wir hoffen, dass diese genutzt werden und sich dadurch die Bestände erhalten oder besser vergrößern. Eine Garantie, dass die Angebote angenommen werden, gibt es leider nicht. Für die Artenvielfalt ist es deshalb erforderlich, möglichst viel Quartiere zu erhalten bzw. neue Quartierangebote zu schaffen.

 

Wir wünschen uns, dass dieses Gebäude möglichst Vielen als Anregung für eigene Aktivitäten bei Arbeiten an und in ihren Gebäuden dient.