4 Jahre Radtouren zu Naturschutzthemen

Storchentour

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Storchentour
(Foto: U. Andersch)

Bereits seit 4 Jahren kooperieren der NABU und der ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrradclub) bei der Durchführung von Radtouren zu Themen des Naturschutzes. Bei jährlich 1 bis 2 Touren übernimmt der NABU die thematische Betreuung, während der ADFC die „radfahrerische“ Leitung inne hat.

Die Zusammenarbeit begann 2005 mit einer Tour zu Storchenhorsten im Norden von Altenburg. Wegen der sehr guten Resonanz wurde die Tour 2006 mit etwas veränderter Streckenführung erneut angeboten. Durch die fachliche Betreuung und die Kontakte zwischen NABU und den Eignern einiger Horste konnten den Teilnehmern umfassende Informationen sowohl zu den Störchen im Allgemeinen als auch zur Geschichte und Entwicklung des Bestandes im Altenburger Land geboten werden.

Außerdem gab es 2006 eine Tour zu Beobachtung von Jungvögeln in Teichgebieten. Zur Beobachtung an mehreren Stationen standen Ferngläser und ein Spektiv (Fernrohr mit seitlichem Einblick und sehr großer Vergrößerung) zur Verfügung. Der Schwerpunkt lag in den vom NABU gepachteten Haselbacher Teichen. Seit dem der NABU den Thüringer Teil des Gebiets gepachtet hat, hat sowohl die Artenvielfalt als auch die Anzahl der beheimateten Tiere, insbesondere der Vögel zugenommen.

Im Jahr 2007 waren die Siebenschläfer in einem Waldgebiet bei Stünzhain in der Nähe von Altenburg das Ziel der gemeinsamen Radtour. Hier wurde wirklich Neues geboten. Während wohl die meisten Teilnehmer zum ersten Mal einige dieser kleinen Nager mit dem sehr langen Winterschlaf sahen, wussten einige Teilnehmer bis zur Tour noch nicht ein Mal, um was für Tiere es sich dabei handelt.

2008 ging es zu den NABU-Schutzgebieten im Süden des Landkreises, der Feuchtwiese bei Nöbdenitz und der Wismut-Folgelandschaft bei Löbichau. Außerdem konnten sich alle von der Nutzung der Nisthilfen auf dem alten Förderturm in Löbichau überzeugen. Bei dieser Tour wurde besonders das Für und Wieder bewusster Eingriffe in die Landschaft zum Zwecke des Naturschutzes diskutiert.

An den Touren nehmen jeweils ca. 15 Interessierte teil, deren Interesse für die Belange des Naturschutzes dabei durchaus geweckt wird.


 
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Die putzigen Siebenschläfer sind sehr gesellige Tiere. Neben selbst geggrabenen Erdhöhlen, Felsspalten, Gebäuden und Baumhöhlen leben sie auch in Nistkästen (Foto: NABU/Sunderhaus).
Auf den Spuren des Siebenschläfers
Radtour zum Fasanerieholz

Am Sonnabend, dem 23.06.2007, starteten rund 20 Radfahrbegeisterte und Naturinteressierte vom Altenburger Bahnhof zum Fasanerieholz bei Stünzhain, um den possierlichen Siebenschläfer in seinem Tagesversteck aufzustöbern. Die Leitung der Tour lag bei den Organisatoren von ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrradclub), Förderkreis Mauritianum e. V. sowie dem NABU Altenburger Land und startete am Bahnhof Altenburg. Bei trockenem Wetter mit Sonne und Wolken ging es dann über ruhige Nebenstraßen und Feldwege zu dem kleinen Gehölz, das schon seit Jahren ein Naturschutzgebiet ist. Dort wurden vor einigen Jahren Nistkästen aufgehängt, um den Siebenschläfer - eine seltene und bedrohte Tierart - nachzuweisen. Jetzt sollte noch einmal nach ihm gesucht werden. Schon im ersten Kasten konnte ein Tier gefunden werden. Auf einem Fußmarsch durch einen Teil des Wäldchens wurden noch weitere Kästen untersucht, wobei reichlich Spuren des Siebenschläfers gefunden wurden, wie z. B. Kot, frisch vom Kasten abgenagte Holzspäne, frische Blätter und ein weiteres Tier. Der 13. Kasten, der untersucht werden sollte, erwies sich als Wohnung eines Wespenvolkes und wurde tunlichst in Ruhe gelassen. Durch den Stadtwald ging es dann zurück nach Altenburg. Nach dieser gelungenen Veranstaltung ist die nächste Radtour für den 29.09.2007 geplant. 
 



 
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In der Kirche konnte sogar noch am selben Tag ein potentieller neuer Schleiereulen- nistplatz ausgemacht werden                         (Foto: N. Kiesshauer).
Ausstellung in Nöbdenitzer Kirche
NABU gibt Tipps rund um Gebäudebrüter zum Denkmaltag

Unser Verein wurde vom neu gegründeten Ortverschönerungsverein Nöbdenitz angesprochen, ob es nicht eine Möglichkeit gäbe, einen kleinen Beitrag zum Denkmaltag 2006 beisteuern zu können. Die Idee gefiel uns recht gut und wir beabsichtigten am Anfang, die unweit gelegene Auenwiese in Nöbdenitz einzubeziehen. Hier hätten wir unsere Absichten bezüglich dieses Projektes näher vorstellen können. Der Hauptveranstaltungsort der Veranstaltung war aber der Bereich um das Pfarrgelände mit Kirche Nöbdenitz und der 1000-jährigen Eiche. Aus diesem Grund erachtete es sich als günstig, etwas über gebäudebewohnende Arten zu machen. In einem so alten Gemäuer wie der Kirche Nöbdenitz boten sich speziell die Schleiereule und Fledermäuse als Arten an. 

Aktuelle und potentielle neue Nistplätze
Nico Kiesshauer und Torsten Pröhl fertigten zur Thematik ein paar kleine Schautafeln und bauten die Ausstellung vor Beginn der Veranstaltung auf. Da bis zur Eröffnung noch genügend Zeit blieb, hatten unsere Mitglieder die Möglichkeit, das Obergeschoss der Kirche etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Dabei konnten sie mehrere Anzeichen für Fledermäuse feststellen (Fraßreste, Kot). Im Firstbereich des Kirchendaches wurden sogar zwei Braune Langohren nachgewiesen, die bestimmt nicht die einzigen Exemplare in dem Gebäude darstellten. 

Wir erhofften uns, Kontakte zu Hof- und Hausbesitzern zu knüpfen, die schon Fledermaus- oder Schleiereulenquartiere haben oder sogar welche schaffen wollen. Zu unserem Bedauern kamen jedoch über den Tag verteilt nur relativ wenig Besucher auf uns zu. Mit dem Kirchenverantwortlichen konnten wir aber einen neuen potenziellen Schleiereulennistplatz in der Kirchturmspitze abstimmen. 

Zum Abschluss der Veranstaltung hielt Torsten Pröhl in gewohnter Weise einen sehr informativen Lichtbildervortrag über Fledermäuse und Schleiereulen. Auch wenn hier die Anziehungskraft des Bieres und der Bratwurst größer als das Interesse an diesen aufschlussreichen Ausführungen gewesen sind, hoffen wir, dass sich aus den wenigen positiven Kontakten dieses Tages etwas entwickeln wird. 

 
Storchentour
Bei den Fahrrad-Touren mit NABU und ADFC gibt es immer Wissenswertes über die heimische Tierwelt zu erfahren (Foto: U. Andersch)
Radtour mit dem ADFC
Besuch von Storchennestern

Am 25.06.2005 veranstaltete der NABU gemeinsam mit dem Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) und dem Förderkreis Mauritianum eine Radtour zu Storchenhorsten nördlich von Altenburg. Für die fachliche Information der etwa 15 Teilnehmer sorgte Mike Jessat (NABU, Mauritianum), der selbst anspruchsvollen Mitfahrern Neues und Interessantes bieten konnte. Die "radfahrerische" Leitung lag beim ADFC. 
Die Tour führte vom Mauritianum über Rasephas (Horst ohne Störche) über Gerstenberg, Haselbach (Zusatzinformationen zu den Teichen und Wasservögeln), Thräna im angrenzenden Sachsen (Horst mit Jungstörchen), Fockendorf, Windischleuba, Borgishain (Horst ohne Storch, besetzt durch die Nilgans) nach ca. 30 km zurück nach Altenburg. Auf den Besuch der Horste in Kraschwitz und Wilchwitz musste aufgrund eines heraufziehenden Unwetters leider verzichtet werden. Die beiden genannten Horste sind jeweils besetzt, wobei in Kraschwitz wie im Jahr davor ein Nilgans-Paar brütet und in Wilchwitz ein neues Weißstorch-Paar. 
 

 
Stadtrallye
An der Station des NABU war Wissen rund um das Thema „Naturnaher Garten“ gefragt (Foto: M. Dech)
Stadtrallye Altenburg
Veranstaltung für Kinder und Jugendliche

Der NABU-Kreisverband hat sich mit Margit Günther, Michael Dech und Sandra Schneidewind am 21.05.2005 (nach 2004 zum zweiten Mal) an der (inzwischen siebenten) Stadtrallye von Altenburg beteiligt. Die Stadtrallye ist eine sportliche Veranstaltung für Kinder und Jugendliche, die von verschiedenen Vereinen und Interessengruppen organisiert wird. Die 19 Mannschaften aus sieben bis acht Kindern und Jugendlichen sowie das Prominententeam aus Erwachsenen mussten innerhalb der Stadt 10 Stationen anhand von Fotos in der richtigen Reihenfolge finden und dort Aufgaben lösen. Beim NABU war, wie bereits im vergangenen Jahr, Wissen gefragt. In Anlehnung an die Stunde der Gartenvögel, die am gleichen Wochenende erstmals bundesweit stattfand, sollten zehn Fragen, im Wesentlichen zum Thema naturnaher Garten beantwortet werden. Vielen Mannschaften ist es nach intensivem internen Meinungsfindungsprozess gelungen, gute Ergebnisse zu erzielen. Zwei Mannschaften konnten alle Fragen richtig beantworten. Die meisten scheiterten, als es darum ging, die Bedeutung heimischer Pflanzenarten für Insekten einzuschätzen. Dass über 200 Insektenarten die heimischen Weiden zwingend benötigen, konnten sich nur die wenigsten vorstellen. Wie ein naturnaher Garten zu bewirtschaften ist, wussten hingegen fast alle. Ob sich diese Erkenntnis hält bzw. irgendwann ihren praktischen Niederschlag findet, bleibt abzuwarten. Unabhängig von den Einzelergebnissen waren die jüngeren Teilnehmer der Natur gegenüber grundsätzlich aufgeschlossener (Eine Gruppe bedachte uns sogar mit einem Wiesenblumenstrauß.). Dies kann als Bestätigung dafür gelten, dass man möglichst früh damit beginnen muss, Kinder für eine Sache zu interessieren. Die Stadtrallye war in jedem Fall eine gute Gelegenheit, um die Bekanntheit des NABU zu verbessern und Kinder und Jugendliche anzusprechen. Da die Teilnahme ohne nennenswerten finanziellen und mit endlichem zeitlichen Aufwand zu bewerkstelligen war, sollten wir diese oder andere ähnliche Gelegenheiten auch weiterhin nutzen.